Den zweiten Winter ohne Heizung und das zweite Jahr ohne warmes Wasser – dank dem Sozialamt in Parchim

Hiermit möchte ich alle interessierten Mitmenschen zu einer weiteren stillen Mahnwache „Im Gedenken an die Opfer der Agenda 2010“ am Montag, den 25. Oktober 2021 vor dem Landratsamt (inklusive Sozialamt) in Parchim (Putlitzer Straße 25) einladen. Angemeldet ist die Aktion von 8:00 bis maximal 14:00 Uhr.

Mit der stillen Mahnwache möchte ich auch weiterhin als Selbstbetroffener auf meine persönliche Wohnsituation aufmerksam machen. Als frühverrenteter aufstockender Grundsicherungsempfänger erhalte ich seit über einem Jahr KEINE Kostenübernahme für die Miete und Nebenkosten, für meine kleine Einzimmer-Einliegerwohnung, vom Sozialamt in Parchim, obwohl mir dies vom Gesetz her zusteht. Dies hat u.a. zur Folge, dass meinem Vermieter die Einnahmen fehlen, um so auch dringende Instandsetzungen an der Heizanlage, inklusive der Warmwasserversorgung, vornehmen lassen zu können. Das Sozialamt selbst wirft meinen Vermieter dagegen vor, dass er den Mietvertrag mit mir nur deswegen abgeschlossen hat, um sich an der Miete und den Nebenkosten zu bereichern.

Meine kleine Einzimmer-Einliegerwohnung mit Küche und Bad und sehr wenig Sonneneinstrahlung, heize ich deswegen mit Hilfe eines elektrisch betriebenen Ölradiators und eines Plattenheizkörpers, wobei zum einen die Heizleistung im Winter absolut nicht ausreicht und zum anderen die damit verbundenen Stromkosten untragbar sind. Die Einliegerwohnung kann nicht (wie das restliche Haus) mit Öfen beheizt werden und die geringe Heizleistung des Ölradiators und des Plattenheizkörpers heizen die Wände nicht auf, so dass diese ständig weiter enorme Kälte abstrahlen. Meine Sachen, inklusive Papiere, Bücher usw. sowie mein Bett sind im Herbst und Winter ständig feuchtklamm, wodurch noch dazu die wenigen Sachen die ich noch besitze enorm darunter leiden.

Zum Waschen, Zähne putzen oder Duschen bereite ich mir lauwarmes Wasser mit Hilfe eines Wasserkochers zu. Zum Duschen gieße ich mir dieses Wasser dann mit Hilfe eines Zahnputzbechers wohl dosiert über den Kopf.

Vorigen Winter habe ich den Zustand der ständig stark unterkühlten Wohnung und des fehlenden warmen Wassers zum großen Teil hoch depressiv überstanden (inklusive diverser Suizidwünsche, die mich auf Grund eines frühkindlichen Trauma bei größeren Krisen bereits ein Leben lang begleiten), wobei ich mein Bett in dieser Zeit so gut wie gar nicht verlassen habe. Zum Glück haben sich Freunde und mein Vermieter (der zu meinem Glück sehr sozial eingestellt und warmherzig ist) ein wenig um mich gekümmert.

Das Klageverfahren beim Sozialgericht, um den Verleumdungen und der assozialen Schlammschlacht von Seiten des Sozialamtes in Parchim zu begegnen, zieht sich ewig in die Länge. Ständig werden neue Vorwürfe erhoben und das Beibringen von weiteren Unterlagen eingefordert. Meine physische sowie psychische Gesundheit haben inzwischen enorm gelitten, so dass ich körperlich immer weniger Leistungsfähig bzw. belastbar bin und meine sowieso schon schlechte Konzentrationfähigkeit geht immer öfters in totale Blackouts über.

Auf Grund der menschenverachtenden Vorgehensweise von Seiten des Sozialamtes in Parchim und des Sozialgerichts in Schwerin, habe ich mich nun dazu entschlossen, meine gesellschaftspolitischen Aktivitäten fast komplett hier in die Regionen zu verlegen (eigentlich wollte ich weiterhin in meiner Geburtstadt Berlin aktiv bleiben). Dies ist u.a. auch den zahlreichen Gesprächen geschuldet, die ich und meine Mitstreiter bei den ersten Mahnwachen in Schwerin und Ludwigslust geführt haben. Wir wurden in diesen Gesprächen u.a. darauf aufmerksam gemacht, dass die Ämtern bzw. Behörden hier in der Region wie Gott gegeben auftreten und handeln und das eine sehr starke unterschwellige Verfilzung zwischen den Ämtern untereinander, sowie der paritätischen (Elends-)Wirtschaft und der Politikerriege besteht. Außerdem gibt es hier in der Region so gut wie keine „alternativen“ Initiativen, die sich gegen das menschenverachtende
Hartz-IV-System, gegen die Altersarmut oder gegen Wohnungsräumungen usw. auflehnen bzw. entsprechend betroffenen Mitmenschen helfend beistehen.

Wir haben bei unseren ersten Mahnwachen hier in der Region sehr viele stark deprimierte und tief enttäuschte, sowie auch sehr verbitterte Menschen kennen gelernt und gesprochen. Eine Psychologin meinte in einem der Gespräche sogar, dass ein Großteil der Menschen in Deutschland an einer „Verbitterungsstörung“ leiden. Wir selbst haben dies nicht nur durch unsere gesellschaftspolitischen Aktivitäten ebenfalls schon wahrgenommen und nennen diese verbitterten Menschen, die ihren Frust hauptsächlich in den Behörden ausleben, inzwischen „Ganzjahres-Grinche“.

Das schlimme an der Verbitterung ist, dass hier zu viele tiefe seelische Verletzungen und Traumatisierungen vorliegen, die dazu führen, dass die Seelen von immer mehr Menschen in die Verrohung übergehen. Und zu stark verrohte Seelen werden innerlich gewaltbereit und extrem, was sich nicht nur in den Wahlergebnissen der aktuellen politischen Wahlen immer extremer widerspiegelt.
In diesem Zusammenhang könnte man eventuell auch mal darüber nachdenken, was man Menschen seelisch angetan hat, die die Verwaltung eine ganzen Region IT-technisch lahm legen. Man bekommt immer das zurück, was man selber ausstrahlt.

Informationen zur der von mir vor ca. 8 Jahren ins Leben gerufenen Initiative findet man im Internet unter der Adresse…

http://www.Die-Opfer-der-Agenda-2010.de

Michael Fielsch(.de)
Wendeberater(.de) und Hobby-Seelsorger für Andersdenkende* sowie gerne auch Ihr-Spiegelhalter(.de)

*) Ohne Andersdenkende hätte es keine Solidarność, Perestroika oder ostdeutsche Wende gegeben.

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